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Während ihres Aufenthaltes in Kenia im Oktober 2012 hat Familie Gottschewski-Bucher aus Kilchberg ZH auch ihrem Patenkind Doreen aus der Region Tharaka einen Besuch abgestattet. Ein unvergessliches Erlebnis für die ganze Familie. Hier der Erfahrungsbericht von Familie Gottschewski-Bucher:

"Der Besuch unseres Patenkindes Doreen in Kenia war durch Plan International perfekt organisiert. Schon im Vorfeld hatte Jennifer, die Patenbetreuerin vor Ort, für meine Familie und mich ein Hotelzimmer in Embu reserviert. Während unserer Kenia Ferien dann holten uns zwei Plan-Mitarbeitende in Nairobi ab. Wir fuhren fast drei Stunden bis Embu, wo wir bei strömendem Regen ankamen und waren froh über das reservierte Hotelzimmer. Am nächsten Morgen dann wurden wir wieder abgeholt und fuhren zunächst in das Plan-Büro in Tharaka, wo wir das Plan-Team vor Ort kennenlernten.

Nach einem kurzen Stopp ging es weiter zu Doreen. Bald verliessen wir die geteerte Strasse und fuhren dann noch einmal fast zwei Stunden bis in Doreens Dorf. Auf dem Weg hielten wir bei einem Markt und kauften Bohnen und Mais und anderen „Foodystuff“ für Doreens Familie. In Doreens Dorf hielten wir als erstes in der Schule. Plan International hatte die Schule mit einem Computer ausgerüstet und Mobiliar für den Kindergarten gekauft. Das ist ein enormer Luxus für diese Schule, aber aus westlicher Sicht bleibt immer noch einiges zu tun. Wir waren schnell von hunderten grossäugigen Schulkindern umringt, die uns genauso gespannt beäugten wie wir sie und hier trafen wir auch die siebenjährige Doreen. Zusammen mit ihr und verschiedenen Dorfabgeordneten, die wie ein Bindeglied zwischen den Familien und Plan International fungieren, fuhren wir dicht gedrängt im Auto weiter bis zu Doreen. Wir lernten Doreens Eltern, Geschwister, den Grossvater und ein paar Onkel und Tanten kennen. Unser Besuch war ein grosses Ereignis für sie – und für uns auch. Wir waren alle beeindruckt, wie freundlich, herzlich und positiv diese Menschen waren, die fast nichts besitzen. Doreen wohnt mit ihrer 5-köpfigen Familie in einer kleinen Holzhütte. Sie haben etwas Land, aber „noch“ keine Tiere. Und natürlich gibt es weder einen Wasseranschluss noch Elektrizität. Trotzdem wurden wir herzlich bewirtet. Es gab Chapatis und einen leckeren Bohneneintopf und nach dem Essen spielten unsere Jungs mit Doreen und ihrer Schwester Fussball. Als Ball diente ein zusammengebundenes Stoffbündel – aber das ging auch. Ich denke Doreens Familie hat sich sehr über die Geschenke gefreut, die wir mitgebracht hatten. Aber genauso haben wir uns über die Körbe und die Tasche gefreut, die sie uns im Gegenzug schenkten. Auch das Gespräch, das durch die Übersetzung der Plan-Mitarbeitende möglich wurde, war sehr schön und der Abschied von diesen herzlichen Menschen fiel uns schon nach wenigen Stunden sehr schwer.

Insgesamt also ein sehr eindrücklicher Besuch, den ich jedem anderen Paten, wo immer möglich, nur empfehlen kann!"