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Jeanne-Marie Scott ist seit 2011 Patin von Aminah in Ägypten. Im Frühjahr 2015 hat sie Aminah bereits zum zweiten Mal besucht. Insgesamt war es Jeanne-Marie Scotts vierter Besuch in Ägypten, denn sie hat bereits früher ein anderes Patenkind im nordafrikanischen Land besucht. In ihrem Besuchsbericht schildert sie ihre Erlebnisse.

Aminah hat sich seit meinem letzten Besuch im Jahr 2012 zu einer selbstbewussten und fleissigen jungen Frau entwickelt. Zwischen uns beiden hat sich eine herzliche Beziehung gebildet, wie man am Bild auch gut sieht. Bereits jetzt im Alter von zehn Jahren ist ihr bewusst, wie wichtig das Erlernen der englischen Sprache für ihre Zukunft ist. Ihr Wunsch, Englisch zu lernen, ist sehr vorbildlich und ich bin überzeugt, dass sie dies schaffen wird. Ich werde ihr gerne dabei helfen, indem ich ihr in meinen Briefen kleine Texte auf Englisch beilegen werde. Es hat mich sehr gefreut, dass sie bereits jetzt oft englische Wörter verwendet und bald wird sie auch Englischunterricht in ihrer Schule haben. Aminahs Familie geht es gut und wirkt sehr glücklich. Die Familie freute sich über die Geburt des jüngsten Sohnes Mohamad, dem vierten Kind der Familie. Mohamad ist ein gesunder Junge, der gerade anfängt zu gehen.

Hilfsbereite Plan-Mitarbeitende vor Ort

Es war für mich sehr interessant, die Entwicklungen sowohl bei Aminah als auch bei Plan International Ägypten zu erleben. Viele Mitarbeitende vor Ort sind inzwischen zu guten Bekannten geworden und es ist auch spannend deren Entwicklungen zu verfolgen. So ist z. B. Mona, die Dolmetscherin bei meinem ersten Besuch, inzwischen zur Kommunikationsleiterin von Plan International Ägypten geworden und sie steht kurz vor ihrer Heirat, und zwar mit einem ehemaligen Patenkind! Alle Plan-Mitarbeitenden, mit denen ich während des Besuchs in Kontakt war, waren sehr hilfsbereit und zuvorkommend und haben alles getan, um meinen Besuch angenehm zu machen.

Einmalige Verbindung von Kulturen

Wie immer war der Besuch in Ägypten herzerwärmend. Es ist für mich immer seltsam, über die Unterschiede zwischen meinem eigenen Leben in der Schweiz und dem Leben in einem kleinen Dorf nördlich von Kairo zu reflektieren. Die Lebensrealitäten könnten unterschiedlicher nicht sein! Durch meinen Besuch rücken die Welten etwas zusammen und die Unterschiede verlieren an Bedeutung, angesichts der Gemeinsamkeiten, die wir alle schliesslich doch haben.