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Mikael Hansson ist seit mehreren Jahren Pate von Vincent in Kenia. Im Frühjahr 2013 hat er Vincent zum ersten Mal besucht - und ist mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck nach Hause zurückgekehrt. Nach seiner Rückkehr hat er für Plan International Schweiz einen Besuchsbericht geschrieben:

"An einem frühen Morgen im Mai haben mein Freund Jan und ich Nairobi verlassen, um mit dem Plan-Jeep nach Tharaka zu fahren und mein Patenkind Vincent  zu besuchen, mit dem ich bereits seit sieben Jahren in Kontakt bin. Zuerst habe ich gedacht, dass wir alleine reisen, aber dann hatten wir das Vergnügen, von einem Wasseringenieur begleitet zu werden, der zusammen mit zwei weiteren Plan-Mitarbeitenden für die Bereitstellung von Wasser in Tharaka verantwortlich ist. Die Reise nach Tharaka dauerte vier Stunden, begann mit viel Stau in Nairobi und wurde zu einer angenehmen Fahrt auf einer relativ neuen, von den Chinesen gebauten Autobahn. Den letzten Teil der Strecke fuhren wir dann auf Landstrassen und auf einer holprigen Kiesstrasse. Da waren wir froh, dass wir in einem Jeep unterwegs waren!

Auf dem Weg nach Tharaka machten wir in Embu Zwischenhalt und kauften Essen und einige Geschenke für Vincents Familie.

Lateinamerikanische Serien, Dieselgeneratoren und laute Affen

Am späten Nachmittag kamen wir in Tharaka an und wurden in einem schönen, aber einfachen Hotel einquartiert, das aus einigen kleinen Häusern bestand. Das Hotel war sehr schön gelegen: Es befindet sich in einer wundervollen Berggegend. Am Abend assen wir eine gebratene Ziege und schauten uns lateinamerikanische Fernsehserien an, die auf Englisch synchronisiert waren. Im Hintergrund hörten wir das Geräusch von Dieselgeneratoren und einige laute Affen.

Der Projektbesuch

Am nächsten Morgen freuten wir uns, Vincents Familie, seine Schule und das Plan-Büro zu besuchen. Es war ein wunderschöner Tag und wir waren sehr beeindruckt von der Arbeit von Plan, unter anderem von der neu gebauten Schule, die mit Computern ausgestattet worden war, sowie von einer Konstruktion, die Regenwasser sammelte, um den Wasserzugang in der Region zu verbessern.

Während des Tages besuchten wir Vincents Schule, an welcher 195 Schüler unterrichtet werden. Die Schulinfrastruktur ist sehr begrenzt, aber die Arbeit der Lehrer und des Schulleiters beeindruckte uns zutiefst.

Nach der Schule besichtigten wir die neue Wassersammeleinrichtung und den neu gebauten Brunnen für das Regenwasser – eine beeindruckende Konstruktion, welche der Bereitstellung von sauberem Wasser dient.

Endlich bei Vincent und dessen Familie

Wir fuhren weiter mit dem Jeep, um endlich bei Vincent und seiner Familie zu sein. Die letzten 500 Meter gingen wir zu Fuss den Berg hinauf, beladen mit Essen und Geschenken, die wir zuvor gekauft hatten. Und dann waren wir endlich an diesem abgelegenen Ort, der mit wunderschönen Bergen umgeben war. Vincent und seine Mutter Regina und der Rest der Familie von etwa 15 Personen begrüssten uns und wir wurden eingeladen, Chapati (Indisches Fladenbrot) und gekochtes Huhn zu essen. Das war toll und die Unterhaltung ging sehr gut; vor allem mit Vincents Mutter, die perfekt Englisch sprach. Nach dem Essen gingen wir etwas spazieren und die Familie zeigte uns ihr Haus, ihre zwei Kühe, zehn Ziegen und Hühner.

Ich überreichte Vincent und seinem Bruder einen Fussball, und nach der Tour spielten der Fahrer Jan und ich Fussball mit Vincent. Sport ist immer ein guter Weg, um kulturelle Unterschiede zu überbrücken. Wir tauschten weitere Geschenke aus. Jan und ich erhielten einige sehr schöne selbstgemachte Matten und Körbe.

Wir verbrachten einen unvergesslich schönen Nachmittag in Tharaka und danach fuhren wir zurück nach Nairobi.

Neue Freundschaft und eine tolle Erfahrung

Es war eine fantastische Reise und ich würde jedem Paten empfehlen, sein Patenkind ebenfalls zu besuchen, da es eine tolle Erfahrung war.

Wir schätzten den persönlichen Umgang und die Vorbereitung auf die Reise sowie das lokale Engagement und die Gastfreundlichkeit von Plan. Wir waren auch sehr positiv überrascht von der geleisteten Arbeit vor Ort in Tharaka. Wir danken Nancy und ihrem Team.

Ich versprach Vincent und Regina, sie erneut zu besuchen und hoffe sehr, dass ich das in ein paar Jahren machen kann."