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Vorbilder haben und Vorbild sein

24. Mai 2017
An wen denken Sie, wenn man Sie nach Ihrem Vorbild fragt? Genau dies wurden die Mentees und Mentoren im ersten Workshop „Coffee, Cakes and Role Models“ des Mentoring Programmes gefragt. Die Antworten waren variierend und dennoch ähnlich, neben Berühmtheiten wie Michelle Obama oder Oprah Winfrey wurden auch nähere Personen genannt, wie die Mutter, die Tante oder die Schwester. Doch wie sieht das perfekte Vorbild aus?

Frauen und Männer wählen unterschiedliche Vorbilder. Die Studie von Herminia Ibarra, Professorin in Leadership and Organizational Behaviour, hat ergeben, dass Frauen mehr das perfekte Vorbild suchen, also eine Person, die in Art, Auftreten und Aussehen ein Vorbild ist. Hingegen Männer sich mehr von verschiedenen Menschen die Eigenschaften herauspflücken, die sie für vorbildhaft erachten. Zudem wählen Frauen oft beide Geschlechter als Vorbilder, wohingegen Männer sich fast ausschliesslich nach männlichen Vorbildern orientieren.

Handgemachte, einzigartige Vorbilder

Die Teilnehmerinnen wurden im Workshop aufgefordert ihr eigenes Vorbild zu definieren. Anstelle eine Person als Vorbild zu sehen, sollten Eigenschaften verschiedener Männer und Frauen herausgepflückt werden, um sich sein eigenes „handgemachtes“, einzigartiges Vorbild zu kreieren.

In der anschliessenden Podiumsdiskussion zum Thema „Vorbilder über Generationen“ haben fünf Vorbilder aus fünf Jahrzenten ihre Ansichten und Tipps zum Thema Vorbilder gegeben. Die 26jährige Michelle Müller, die bei XL Catlin als Teamleaderin im Gebiet Property and Construction arbeitet, meinte dabei lächelnd, sie habe wie in der Studie erklärt, nur Frauen als Vorbilder. Martin Vinkenfluegel, Engeneering Leader, erzählte, dass er übe die Jahre verschiedene Vorbilder hatte und sich immer nach ihnen orientiert hatte und Alena Hlavata, Business Service Analystin, berichtete von ihrer früheren Chefin, welche immer mit einem Lächeln ein Büro betreten hatte und Leute begeistern konnte.

Fehlen weibliche Vorbilder?

Spannend war auch die Frage, die Podiumsteilnehmerin Anne Sheeny, Vice President Strategic Analyst, den Mentees stellte: Fehlen euch weibliche Vorbilder?
Antwort: Ja, sie fehlen – vor allem als CEO von Unternehmen, Professoren oder im Verwaltungsrat von Organisationen.

Aber dafür ist das Mentoring Programm da, um junge Frauen mit weiblichen Vorbildern zusammenzubringen, damit sie sich ihr eigenes, einzigartiges Vorbild für einen erfolgreichen Berufseinstieg kreieren können.