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Ort der Hoffnung

20. Oktober 2017
Viele Kinder und junge Frauen aus dem Südsudan finden im Nachbarland Äthiopien Schutz vor der Gewalt und der Not in ihrer Heimat. Damit die Kinder, welche ihr Zuhause verlassen mussten, einen möglichst normalen Alltag haben, errichten wir im äthiopischen Distrikt Akula einen kinderfreundlichen Raum und mehrere Primarschulen. Diese Einrichtungen helfen nicht nur den Kindern neuen Mut zu schöpfen, sondern verhelfen auch den lokalen Gemeinden zu mehr Einkommen.

Aufgrund von Hunger, Not und Krieg, sind in den letzten vier Jahren mehr als 1,5 Millionen Menschen aus dem Südsudan geflohen. Zuflucht fanden sie meistens in ihren Nachbarländern wie beispielsweise in Äthiopien. So leben momentan rund 3‘500 Menschen aus dem Südsudan im äthiopischen Distrikt Akula. Davon sind 70% Kinder und junge Frauen.
Dazu gehört auch die 12-jährige Mary. "Mein Vater war Bauer und meine Mutter war Hausfrau", erzählt sie. "Wir waren sechs Personen in unserem Haushalt und ich bin die Jüngste. Wir waren im Südsudan nicht sicher, überall gab es Konflikte und Gewalt. Das Leben in einer Kriegszone war schrecklich, ich habe viele meiner Verwandten und Freunde verloren." Nach einer langen Wanderung durch den Dschungel kamen Mary und ihre Familie an der äthiopischen Grenze an. Sie lebt nun schon seit einem Jahr im Bezirk Akula.

Den Zustrom von Menschen konnten die lokalen Gemeinden aber nicht ohne Weiteres auffangen. Der Mangel an Infrastrukturen, wie etwa sanitären Anlagen, Schulen und sicheren Spielplätzen hat die Gemeinden unter Druck gesetzt.Um die Gemeinden zu unterstützen, haben wir von Plan International gemeinsam mit UNICEF, dem Deutschen Auswärtigen Amt und dem Amt für humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission einen kinderfreundlichen Raum, eine Grundschule, elf Toiletten und fünf Brunnen erstellt.

Der kinderfreundliche Raum und die Grundschule stellen eine zusätzliche Einkommensquelle für die Einheimischen dar. "Im Durchschnitt besuchen mehr als 200 Kinder pro Tag diese Einrichtungen. Dank diesen Projekten verdiene ich ein monatliches Gehalt und bin in der Lage meine Familie zu unterstützen. Die Projekte sind sehr gut, nicht nur für die geflüchteten Kinder sondern auch für uns Einheimische", erklärt der lokale Sozialarbeiter. "Viele Menschen haben aufgrund der schlechten Erfahrungen ihre Motivation verloren. Aber hier haben wir einen Ort der Hoffnung geschaffen, der den Kindern neuen Mut gibt.

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