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Oliver Jenni ist seit 2012 Pate von Eliza in Tansania. Im Januar 2016 hat er sein Patenmädchen Eliza zum ersten Mal besucht.

Oliver Jenni mit Eliza und Elizas Mutter

„Nach sonnigen Tagen in Botswana bin ich an einem Samstagabend in Tansania angekommen. Zum ersten Mal Ostafrika, was mich da wohl erwartet? Zu Beginn ein kleiner Kulturschock. Dar es Salaam ist zwar im Zentrum recht modern, doch der Aussenbezirk, in dem ich gelandet bin, war ein heruntergekommenes und – besonders bei Nacht – bedrohliches Pflaster. Allerdings, aber das wusste ich noch nicht, hat man in Tansania kaum ein Sicherheitsproblem. Das ist nicht in allen Ländern so und macht das Reisen angenehmer.

DIE FAHRT NACH IFAKARA

Der Besuch beim Patenkind war für Montag geplant, also wollte ich am Sonntag in diese Region fahren. Wegen Verbindungsproblemen hatte ich dann aber ein Tag Verspätung und habe das Plan-Büro in Ifakara angerufen, um das mitzuteilen. Die Verbindung war sehr schlecht, ausser dem Wort „cancel“ habe ich quasi nichts verstanden. Mit gemischten Gefühlen bin ich am nächsten Morgen in den Bus gestiegen. Die lange und unbequeme Fahrt wurde mitten im Dschungel unterbrochen. Ich sollte aussteigen. Hier? Tatsächlich standen neben dem Bus drei Mitarbeitende von Plan International. Ich wurde von ihnen freundlich begrüsst und zum Hotel gebracht. Innerhalb einer Minute von LOST IN AFRICA hin zu ALLES EASY. Fast wie ein Wunder!

DER BESUCH BEI ELIZA

Tags darauf wurde ich von Plan International abgeholt und wir fuhren zum Dorf der Familie, zuerst auf einer Strasse, dann auf einem schmalen Waldweg. Anwesend waren Eliza und ihre Mutter. Beide waren nett, aber sehr schüchtern. Eliza ist fast im Boden versunken als der grosse, weisse Mann vor ihr stand. Ich habe ihr ein paar Sachen mitgebracht, zum Beispiel eine Solarlampe und einen aufblasbaren Globus, denn sie mag Geografie. Sie wollte mir auch etwas geben und nach längerem überlegen ist ihr das passende Geschenk eingefallen. Sie hat mir ein Huhn geschenkt! Nach etwas Plauderei über das Leben hier und das Leben dort, haben wir uns verabschiedet, in der beidseitigen Hoffnung, uns einmal wieder zu sehen.

Ein persönliches Treffen mit dem Patenkind kann ich jeder und jedem empfehlen. Ich habe schon einige Ecken der Welt gesehen, dies war jedoch noch mal eine ganz neue Erfahrung. Niemals würde man ohne konkreten Grund an einen solchen Ort gelangen. Just do it!“